Rennen zur Peter Anich Hütte

25.06.2016

Und es gibt sie doch noch! Rennen die mehr als Spaßveranstaltungen gedacht sind und nicht zum totalen Wettkampf ausarten, obwohl jeder alles gibt was er hat. Als ich vor einiger Zeit die Ankündigung zum Peter Anich Hütten Rennen auf der Facebook Seite von bergwaerts.at gesehen wurde gleich mein Interesse geweckt. Es ist immer wieder interessant ein Rennen auf eine Hütte zu fahren, wenn man weder den Weg noch die Hütte kennt.
Als ich dann am Renntag zum Bergwärts Geschäft kam war alles etwas anders, als bei anderen Rennen. Ich kam wie üblich einige Zeit vor dem Start an, und ich war erst mal alleine mit den Inhabern / Organisatoren des Geschäfts. Nach und nach trudelten dann noch ein paar Rennteilnehmer ein. Leider waren insgesamt nur 12 Teilnehmer am Start, 7 E-Biker und 5 Mountainbiker ohne Unterstützung.
Der Start wurde recht unkompliziert abgehandelt, und so ging es dann gleich mal vor dem Geschäft in Rietz los. Zuerst haben die E-Biker ein sehr gemütliches Tempo angeschlagen, bis einer der Mountainbiker das Tempo ordentlich erhöhte. Meine Taktik war simpel, einfach dem ersten Nachfahren – wobei das auch nötig war, denn ich kannte ja die Strecke nicht. Als wir dann den Waldrand erreicht hatten waren die meisten E-Bikes schon weit voraus. Durch den Wald verlor ich dann die anderen Mountainbiker, nur zwei E-Biker leisteten mir noch einige Zeit Gesellschaft. Da ich von Erzählungen wusste, dass die letzten rund 1500 Meter sehr steil werden versuchte ich nicht allzu schnell zu fahren. Nach einiger Zeit erreichte ich die sogenannte „Grüne Bank“ und dann ging es bergauf, und zwar richtig. Teilweise waren die Steigungsprozente sicherlich über 20 und der Weg wurde, da es die letzten Tage viel geregnet hatte, sehr ausgewaschen und es gab tiefe Rillen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte ich ein paar Zuseher, und als ich dann ein paar Kinder sah, wusste ich, dass ich es geschafft hatte, nach ungefähr 1:03 war ich als erster Biker ohne Motor auf der Hütte. Nach einer Stärkung, die im Startgeld enthalten war, kamen wir zur Siegerehrung.
Ein echt nettes Rennen mit angenehmer Atmosphäre und einer super anspruchsvollen Strecke!

  1. Roman Wienicke (Klasse U70kg und gesamt)

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