26
25.07.10: Schlickeralmlauf: Heute kommt mir der gestrige Tag wie ein Alptraum vor, da ist mir der Spaß an den Rennen vergangen. Beim Laufen ist es Gott sei Dank gleich, wenn einem etwas "übermotivierte" Teilnehmer vorne reinlaufen - es kann da nix passieren. Dachte eigentlich, dass der Schlickeralmlauf seit dem er nicht mehr Weltcupstatus hat, ein eher nationaler Lauf wird. Er war heute zwar international nicht mehr ganz so gut besetzt, aber wegen dem relativ hohen Preisgeld hat er immerhin Jonathan Wyatt und einige starke Läufe aus den östlichen Nachbarländern angelockt. Der Wettergott war heute gnädig mit uns - kein Regen und fast optimale Temperaturen (vielleicht oben mit +5° etwas zu frisch). Die Strecke ist heuer gegenüber den letzten Jahren wieder etwas länger (bzw. flacher) geworden (lt. Veranstalter um 500 m), da ein neuer Weg mit sehr vielen Serpentinen angelegt wurde (der alte Weg musste aufgelassen werden). Dieser Weg kann sogar für Leute die mit der Bahn zur Schlick2000 rauffahren mit Kinderwägen befahren werden. Man läuft also unten zuerst in Telfes eine Runde dann flach rüber nach Plöven und dann nach einem Abwärtsstück recht steil bergauf bis zum Schneekannonenspeichersee. Diesen umrundet man und läuft dann vorbei an der Schlicker Alm. Hier beginnt dann der neue Serpentinenweg bis man die letzten ca. 250 hm wieder auf die alte sehr steile Schlussstrecke trifft (über 11 km und ca. 1300 hm). Nach ca. 3 km, wo es dann richtig bergauf ging, war ich ca. an 10. Stelle. Vor der Alm konnte ich dann 2 Leute (u. a. den Vorarlberger Hannes Felder) langsam überholen. Durch die Zwischenzeit bei der Alm lief ich gemeinsam mit Mathias Scherl in genau 40 min. Ein Stück nach der Alm konnte ich nochmals an 2 Leuten (u. a. Martin Bader) vorbei zu laufen. Bis zum steilen Schlussstück war ich da 4. und der 3. war so ca. 15 sek. voraus. Leider hatte ich dann beim Steilen plötzlich kurz mal leichte Ansätze zu Krämpfen - hätte vielleicht doch unterwegs etwas trinken sollen. Hier kam Ondrej Horak von hinten, der etwas stärker war. Am Schluss ging es mir wieder besser und ich lief in 1:07:02 h als 5. ins Ziel. Gewonnen hat Jonathan in 1:00:33 h vor Robert Krubicka in 1:02:38 h und Petr Pechek in 1:06:35 h. Obwohl der 3. Platz nicht weit weg war, bin ich heute als bester Österreicher sehr zufrieden. Auch wegen gestern, wäre es wahrscheinlich am Besten ich konzentriere mich eher aufs berglaufen. Die Ergebnisliste gibt's unter www.schlickeralmlauf.com.
Posted in: Wettkämpfe

Post Rating