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Wie die ÖM vor zwei Wochen gezeigt hat, sind ja momentan die Tiroler sehr stark im Berglauf (1. Rieder, 3. Kröll, 4. Obendorfer und 6. Lechleitner). Angekündigt haben sich außer Kröll alle schnellen Leute. Extra für die Meisterschaft hat sich das Volderer Berglaufteam eine etwas abgeänderte Strecke von Volders bis zu Naturfreundehütte überlegt. Es ging dabei 4,5 km auf Asphalt den Kleinvolderberg hinauf (fahre ich gerne mit dem Rennrad) und dann weiter auf teilw. flachen Forststraßen und Wegen über die Stiftalm zum Ziel. Für einen Berglauf ist die an sich schöne Strecke schon ziemlich flach - man macht die 830 hm auf 9,7 km. Mir war klar, dass ich hier gegen Alex Rieder, Simon Lechleitner und Matthias Scherl kaum eine Chance habe; auch mit Dietmar Rudigier habe ich gerechnet. Bei Dauerregen ging's in Volders los und Simon und Matthias übernahmen bald die Führung. Ich kam wie immer erst etwas später in Schwung und lief bei km 3,5 auf Alex Rieder auf. Ca. 30 sek. vor uns war Simon und 25 sek. Matthias. Alex und ich liefen bis ca. km 8,3 zusammen. Die Strecke war auf den oberen Wegen schon extrem matschig und wir liefen teilweise richtiggehend im Wasser. So ca. 1,5 km vor dem Ziel hatte Alex Probleme (Stechen im Schulterbereich) und ich konnte mich etwas absetzen. Bei Schneeregen auf 1370 m (und das Ende Juni) lief ich mit 46:04 min. als 3. ins Ziel, 4. Alex und 5. Dietmar Rudigier. Auf den letzten 3 Kilometern macht man ja nur mehr ca. 180 hm und hier gaben Simon und Matthias nochmal so richtig Gas. Matthias hat dann Simon zum Schluss noch mächtig unter Druck gesetzt - aber Simon konnte gerade noch einen kleinen Vorsprung ins Ziel retten. Er gewann in der gewaltigen Zeit von 44:15 min., Matthias war dann 7 sek. dahinter. Am letzten Abschnitt haben die beiden auf mich über 1 min. herausgelaufen. Die kurzen Bergaufschnapper biegen die, wie beim Radfahren mit der großen Scheibe, einfach drüber. Die beiden liefen immerhin die 9,7 km in einem 13,2 km/h-Schnitt und das bei 830 hm - oder anders ausgedrückt 4,5 min/km - das ist auch im Flachen nicht gerade langsam. Ich schaffte immerhin 12,65 km/h und bin damit auch zufrieden, außerdem war ich vor Alex Rieder dem amtierenden Staatsmeister. Alex hat auch gemeint, dass die Strecke für ihn zu flach sei. Ich glaube, wenn er gewußt hätte, dass Simon und Matthias hier so schnell sein können, wäre er hier wohl nicht gestartet. Damit war der Zieleinlauf der ersten 3 exakt gleich wie im letzten Jahr. Der Lauf wurde vom Berglaufteam Volders wieder einmal perfekt organisiert und ca. 20 min. nach dem Lauf war bereits die Ergebnisliste (www.blt-volders.at) da - das war auch rekordverdächtig schnell.     Heute ist ein Artikel über mich im Sonntagsfrühstück (Tirol Panorama der Krone Zeitung). Ich hatte letzte Woche ein sehr nettes Gespräch mit dem Redakteur Gregor Jenewein - vielen Dank.

(Bericht von: Richi Obendorfer)
Posted in: Wettkämpfe

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