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4. September 2011 – Eugendorf bei Salzburg

Fünf Mitglieder entschieden sich, an der fünften Auflage dieser tollen Veranstaltung teilzunehmen. Während Klaus, Markus und Martin ihr Quartier im Salzburgerland bezogen haben, reisten Roman und ich (Günther) in der Früh an und frühstückten recht nobel im Auto. Ausgesprochen angenehme Temperaturen begleiteten die ca. 1500 Starter von Eugendorf Richtung Seekirchen. 117 km und 1300 Höhenmeter galt es für die Radler auf der kurzen Strecke zu bewältigen. Für all die wunderschönen Eindrücke entlang der Strecke blieb den Fahrern absolut keine Zeit. Mit Höllentempo, meist 45-50km/h, hektisch und nervös war das Feld unterwegs. Die Trinkpausen am Rad mussten gut gewählt sein, ebenso wie der Griff in Trikottasche, um einen Biss vom Riegel zu nehmen. Dass ich bei einem der fürchterlichen Stürze nicht mitgerissen wurde, war wohl Glück. Es waren gleich zwei Fahrer im Feld, die an Absperreinrichtungen scheiterten und durch die Luft flogen. Beim ersten längeren Anstieg nach Seeham zog sich die große Spitzengruppe in die Länge, das Tempo der kleineren Gruppen, die sich bildeten, war aber kaum geringer. Kurz nach Höring dann die Wende und die Strecke führte wieder Richtung Süden, über Strasswalchen, vorbei am Irrsee nach Mondsee. Kurz nach dem Irrsee dann wieder ein böser Sturz. Mehrere Fahrer lagen blutverschmiert im Straßengraben und auf der Straße ein Helm, der aus mehreren Teilen bestand. Dass es bei all diesen Unfällen auch 2 Vereinsmitglieder erwischen musste, ist besonders tragisch. Klaus Huemer und Markus Moll kollidierten und Markus kam dabei zu Sturz, fuhr aber unter Schmerzen das Rennen zu Ende. Tragik der etwas anderen Art auch im vorderen Teil des Feldes. Fritz Martin, Führender im Chiba Alpencup und Anwärter auf den Gesamtsieg, befand sich in einer Spitzengruppe ca. 6km vor dem Ziel. Kurz vor Neuhofen dann das Unglaubliche, „Platten vorne“! Die Gedankengänge in so einer Situation möchte ich lieber nicht wissen oder niederschreiben. Roman Wienicke, der kurz darauf vorbeikam, erweist sich als wahrer Vereinskamerad und Sportsfreund. Ohne zu überlegen bleibt er stehen und tauscht mit Martin das Vorderrad. Während Martin, noch immer den Gesamtsieg vor Augen, nun dem Ziel entgegen fährt, flickt Roman „sein neues“ Vorderrad. Alle „Blau/Weißen erreichen das Ziel, aber trotz der guten Platzierungen bleibt auch ein bitterer Nachgeschmack übrig. Markus, den wir angesichts der Gesichtsfarbe zu einer Untersuchung in der Klinik geraten haben, erlitt bei seinem Sturz Prellungen und einen Haarriss in der Gelenkspfanne und bekam vom Arzt eine verordnete Trainingspause. Nach einigen Tagen und einer neuerlichen Untersuchung in Innsbruck kann die „Radwelt“ für Markus aber wieder besser aussehen. Gefeiert wurde aber auch. Lange Zeit wusste Martin nicht, ob er die Trophäe des Gesamtsieges mit nach Hause nehmen kann. Beim Blick auf die Ergebnislisten dann aber die Gewissheit. Der „ARBÖ RC Bike Point Innsbruck“ kann mit Martin Fritz den Gesamtsieger beim Chiba Alpencup feiern. Eigentlich ein Rennen das ausgesprochen turbulent verlief und welches mit etwas weniger Glück ganz anders hätte ausgehen können. Glückwunsch an alle Mitglieder, die sich hervorragend geschlagen haben und die trotz der „Pannen“ ins Ziel gekommen sind.

Günther Mayregger

Platzierungen:

Männer Jahrgang 1966 und älter

  • 9. Platz Fritz Martin 3:04.59,3 (Gesamtsieger Chiba Alpencup)
  • 44. Platz Markus Moll 3:26.37,9
  • 58. Platz Günther Mayregger 3:34.07,2

Männer Jahrgang 1967 und jünger

  • 47. Platz Roman Wienicke 3:12.53,8
  • 68. Platz Klaus Huemer 3:15.38,8
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