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Am Samstag (6.8.) nahm ich (Manuel Natale) im Rahmen meines Osttirol-Kurzurlaubes in St. Jakob i. Def. am 1. Barmerspitze-Alpinlauf teil. Das Rennen wurde vom neuen Hüttenwirt der auf 2.610 m Seehöhe, nahe der italienischen Grenze gelegenen Barmer Hütte organisiert.

Die Strecke, auf der es auf rund 10 km über 1.100 hm zu absolvieren galt, verlief von Erlsbach (1.550 m) über die Patscher Alm bis hinauf zur Barmer Hütte (2.610 m). Die ersten 3 eher flacheren Kilometer führten bergauf-bergab, teils auf wurzeligen Wald-, teils auf Wiesenwegen hinüber zur wenig höher gelegenen Patscher Alm. Im Anschluss folgte eine steilere Passage auf einer Forststraße, ehe die Strecke im Bereich der Talstation der Materailseilbahn der Barmer Hütte wieder für einen guten Kilometer flacher wurde. Die letzten 4 km führten schließlich auf einer Gerölllandschaft in Serpentinen über Steinplatten steil hinauf zur Barmer Hütte.

Da ich in den letzten Wochen aufgrund der eher bescheidenen Wetterverhältnisse vermehrt Bergläufe absolvierte, freute ich mich schon sehr auf die Erstauflage dieser Veranstaltung im hinteren Defereggental. Die Erwartungen hielten sich allerdings angesichts einer ausgedehnten Wanderung am Vortag in Grenzen, sodass ich ziemlich locker an den Start ging und mich vom Rennen einfach überraschen ließ.

Um 09.00 Uhr wurde das Rennen in Erlsbach für die rund 30 Teilnehmer aus Ost-, Nord-, Südtirol und Deutschland gestartet. Zu Beginn ordnete ich mich an der 5. Stelle ein und konnte diese Position auch ohne größere Probleme bis zur Patscher Alm halten. Dennoch wurde der Abstand zu den beiden Führenden immer größer und betrug nach ca. 3 km rund 1 min. auf den Zweiten und ca. 2,5 min. auf den Ersten, den ich schon gar nicht mehr sehen konnte. Auf dem nun folgenden steileren Stück konnte ich mich an die 3. Stelle vorarbeiten und mich auch dem Zweitplatzierten allmählich nähern. Im darauffolgenden Flachstück wurde der Abstand zu diesem aber wieder größer. Als es schließlich auf die letzten 4 steilen km ging, gelang es mir dann doch am Zweiten vorbeizulaufen. Noch ein gutes Stück weiter oben erkannte ich in einem blauen Punkt den Führenden, der laut Aussage meiner Freundin, noch immer gute 2 min. an Vorsprung besaß. Da immerhin noch 400 hm zu absolvieren waren, versuchte ich mich nochmals ins Zeug zu legen und den Abstand zu verringern. Und tatsächlich, der blaue Punkt wurde langsam aber stetig größer. Etwa 100 hm unter der Hütte konnte ich den Führenden schon schnaufen hören und ich glaubte, ihn vielleicht doch noch abfangen zu können. Doch die unrhythmischen Steig-Lauf-Passagen taten schon richtig weh und ich lief auch schon am Anschlag, sodass der Antholzer Alois Niederkofler in 1h 07min 43 sek verdient als Sieger ins Ziel lief. Ich folgte dann mit 20 Sekunden Rückstand in 1h 08min 03sek. Dritter wurde der Osttiroler Ingemar Wibmer in 1h 09min 59sek.

1. Niederkofler Alois
2. Natale Manuel
3. Wibmer Ingemar


In der warmen Barmer Hütte konnten sich die Teilnehmer mit Nudeln, Obst und Getränken stärken und tauschten Erfahrungen untereinander aus. Dass man vom Bergauflaufen solche Muskelschmerzen bekommen kann, war für mich jedenfalls neu!
Um die Gegend noch ein wenig zu erkunden, hängten meine Freundin, ihr ortkundiger Vater und ich danach noch eine kleine Wanderung über die Jägerscharte hinunter zum Obersee am Staller Sattel an.

Gratulation an den Hüttenwirt zu dieser gelungenen Veranstaltung in den schönen Osttiroler Bergen. Hoffentlich kann sich dieses Rennen mit abwechslungsreicher und anspruchsvoller Strecke in Zukunft im Berglaufkalender richtig etablieren!

(Bericht: Manuel Natale)
Posted in: Wettkämpfe

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