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Bei idealem Wetter fand heuer der 1. Arlberg Giro ausgehend von St. Anton am Arlberg statt. 148km und 2400hm waren zurückzulegen. Zum warm strampeln ging es zunächst von St. Anton 500hm auf den Arlbergpass auf 1804m, dann rollte man bis auf 580m nach Bludenz. Über Schruns verlief der Giro zunächst in angenehmer Steigung, später in endlosen und stückweise steilen Serpentinen über die landschaftliche beeindruckende und panoramareiche Silvrettahöhenstraße zur Bieler Höhe auf 2032m. Am Höhepunkt angekommen schoss man dann nach Galltür und Ischgl, dann weiter leicht flach abfallend jedoch mit stetigem taleinwärtigen Gegenwind nach Pians auf 850m. Weitere 450hm führten nun noch in gleichmäßiger Steigung auf der Bundesstraße zum Ausgangspunkt und Ziel nach St. Anton. Es gab 3 gut versorgte Labestationen und zahlreiche aufmerksame Motorrad-Crew Begleiter und Straßeneinweiser sowie eine optimale Absicherung durch die lokale Polizei. Die Organisation der „Neuauflage des Tirol West Marathons“ war also insgesamt gelungen. Martin Fritz erreichte einen souveränen 2. Platz, ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis brachte Jochen Reider und Helmut Schmied. Weniger Glück hatte Georg Hasselmann, dem nach der Bieler Höhe förmlich der Reifen in der Hand explodierte nachdem er schon während des Rennens eine Unwucht beim Fahren spürte.  Markus Kofler brach des Rennen wegen körperlichen Unwohlsein ab. Ich hatte von Anfang an ziemlich arge Rückenschmerzen, die sich beim Absteigen vom Rad im Ziel noch vervielfachten. Nach Arztbesuch wurde ein Bandscheibenvorfall der unteren LWS diagnostiziert deswegen gibt es jetzt für mich eine zeitlich unbestimmte Zwangsradlpause :-(

Vom Start weg wurde gleich ein sehr hohes Tempo gefahren und eine ca. 10 Köpfige Gruppe konnte sich vorne lösen.Mit noch etwas müden Beinen vom gestrigen Rennen, konnte  ich (Fritz Martin) mich in der zweiten Gruppe einreihen. Beim zweitem Anstieg auf der Silvretta Hochalpenstraße, hatte ich mich etwas erholt und  konnte mich mit ca. 8 Fahrern vorne etwas absetzen, wurden jedoch später wieder von einer relativen großen Gruppe eingeholt.Einige Kilometer vorm Ziel wurde das Tempo rausgenommen und man bereitete sich auf einen Zielsprint vor. So kam es ca. 1500 m vorm Ziel zu einem Sprint und trotz einiger Behinderungen, konnte ich mich als zweiter durchsetzen. So wurde es  der 2. Platz hinter Lindner Paul in meiner Klasse, im Gesamtergebniss wurde es mit einer Zeit von 4:14: 38 der 12. Platz.Der Gesamtsieg ging an  Philip Götsch vor Gerd Hagspiel.

Ich (Georg) fuhr leicht angeschlagen bereits am Samstag nach St. Anton. Auch bei der Präparation des Rades merkte ich, dass dieses Rennen unter keinem guten Stern stand. Der vordere Reifen und die Felge fanden sich zum platzen abstoßend. Da die Radläden vor Ort komplett ausverkauft waren, blieb mir nur eine erneute Montage und die Hoffnung, dass es dieses Mal hält. Beim Einrollen meldete sich dann der hintere Reifen. Mit leichten Schlägen signalisierte er mir, dass auch er nicht ganz zufrieden mit seiner Position war. Also wieder: Reifen runter, checken, wieder aufziehen. Da ich eh kein Ersatz besorgen konnte beschloss ich, dass es jetzt halten muss. Beim Rennen und bei der ersten Abfahrt konnte ich den Gedanken an meine zickigen Reifen ganz gut verdrängen. Dafür merkte ich wieder, dass ich gesundheitlich in einem ähnlichen Zustand war, wie mein Rad. Auf der Bielerhöhe beschloss ich dann nicht mehr gegen den Schwindel und die Übelkeit anzukämpfen und das Rennen locker zu Ende zu fahren. Die lange Abfahrt unterbrach ich für einen kurzen Stopp im Gebüsch. Gerade drei Schritte von meinem Rad entfernt hörte ich einen Knall...der hintere Reifen war geplatzt. Das waren mir Zeichen genug, dass ich an dem Tag kein Rennen fahren sollte und so die restliche Strecke aus dem Auto erlebte. Fazit: Georg ins Bett und Rad zu Bike Point. Auf ein neues beim Ironbike

Ergebnisse:

  • M2 2.      Martin Fritz 4:14.38,3
  • M1 140. Jochen Reider 4:49.39,2
  • M1 331. Patrick Vergörer 6:11.03,1
  • M2 63.   Helmut Schmied 4:57.18,2
  • F1 21.   Susanne Schulz 5:37.01,8
  • M1         Georg Hasselmann ohne Wertung – Felgenpanne
  • M2         Markus Kofler ohne Wertung – wegen Unwohlsein abgebrochen
Bericht von Susanne Schulz
Posted in: Wettkämpfe

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