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1.Tag.

Heute stand Anreise, Einchecken und die Königsetappe auf dem Programm. Während der Fahr regnete es ununterbrochen, sodass die Euphorie etwas gebremst wurde. Das führte dann auch dazu, dass ich nicht ins Nasse wollte und so eher knapp in den Startblock rollte. Im Rennen fehlen die ganz großen Namen, aber da die UCI Weltranglistenpunkte verteilt, ist die komplette zweite Reihe der Weltklasse-Fahrer am Start. Man könnte es aber auch als internationale belgische und holländische Meisterschaften sehen. Das Rennen selbst lief ganz passabel. Ich versuchte im Hinblick auf die folgenden Tage nicht alle Körner zu verschießen. Fazit des Tages, „das Rennen hat begonnen“. Interessant wird es zu sehen, wer für die heutige Platzierung am meisten Kraft gelassen hat und in den nächsten Tagen Federn lassen wird. 5. Platz in der Klasse.

2. Tag.

Leider wieder etwas zu weit hinten im Startblock, begann Tag zwei also im Stau. Nach einigen Höhenmetern war ich wieder bei meinen Begleitern vom Vortag. Nach 1200hm am Stück ging es in den ersten Downhill, die mir hier sehr zugute kommen. In einer etwas unruhigen Gruppe ging es zum zweiten langen Anstieg hoch zu den Giglacher Seen. Dort erwartet uns viel Schnee und sehr schwere Trials, die die Frage aufwarfen, ob Wanderstöcke nicht die bessere Materialwahl gewesen wäre. Unten angekommen gab es noch einen „kleinen“ Gegenanstieg und wieder über die Weltcup-Abfahrt ins Ziel. Alles in allem weder Durch- noch Einbruch. Es sind ja noch zwei Tage. 5. Platz in der Klasse.

3.Tag.

Heute stand eine Bergzeitfahren auf dem Programm. Gestartet wurde klassenweise in umgekehrter Reihenfolge mit jeweils 15 Sekunden Abstand. Mein Plan war einfach: Zum vorher gestarteten Fahrer auffahren und dann mal sehen was so geht. Es kam natürlich ganz anders. Nach zwei Kurven hatte ich schon einen Begleiter (Snowboard Weltmeister Benjamin Karl), leider von hinten. Mit ihm zusammen zog ich an einigen vor uns gestarteten Fahrern vorbei. Bei einer steileren Passage lief es bei mir etwas besser und ich konnte ihn wieder abschütteln. Da mir der zweite Streckenabschnitt gut lag, ich habe einfach alles riskiert und voll durchgezogen. Als Belohnung gab es heute den vierten Klassenrang. Da ich jetzt ein paar Minuten gutmachen konnte, muss ich auf der morgigen letzten Etappe wohl doch noch mal angreifen. 4. Platz in der Klasse.

4. Tag

Zum Abschluss der Alpentour Trophy warten noch einmal 56km mit 2000hm auf uns Fahrer. Das Profil der ersten 15 km war sehr wellig und verleitet viele Fahrer dazu nochmal richtig Druck zu machen. Mit guten Beinen konnte ich das hohe Tempo sicher mitgehen. Dennoch war Vorsicht geboten , denn es galt noch ein Anstieg 1100hm am Stück zu bewältigen. Dort zeigte sich, dass einige im ersten Streckenabschnitt deutlich überzogen haben und ich konnte mich von meiner Gruppe lösen und Fahrer um Fahrer einsammeln. Da ich aber die Streckenänderung nicht mitbekommen habe fuhr ich nie am Limit. Dass kein zweiter Anstieg mehr zu fahren war bemerkte ich erst als ich mich schon im Sturzflug Richtung Schladming befand. Etwas ärgerlich darüber, zu viele Kräfte gespart zuhaben beendete ich die Etappe erneut auf Platz 5.

Auch in der Gesamtwertung änderte sich heute nichts mehr. Mit 10std 59min wurde ich 5. der Sportklasse 1. Die Alpentour Trophy ist insgesamt eine Veranstaltung mit sehr viel Potential, welches der Veranstalter durch schlechte Organisation und fehlenden Mut einfach ungenutzt ließen. In dieser Form wird die Veranstaltung 2012 nicht mehr den Weg in meinen Rennkalender finden.   

Georg Hasselmann 5. Platz Sportklasse 1.

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