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Der 20. Radmarathon am Neusiedlersee stand unter keinem guten Vorzeichen. Sturmwarnungen für die Mittagszeit und Regen, Regen, Regen...... Doch es sollte anders kommen. Schon vor dem Start war mit klar, gefahren wird "kurz-kurz" mit Ärmlingen und der Regenjacke in der Trikottasche. Ohne Regen wurde gestartet und nach einigen Ecken in Mörbisch ging es steil bergauf. Gefahren wurde wie bei einem Zeitfahren-aus dem Sattel und Kette rechts. Sofort bildeten sich Gruppen mit bis zu 100 Fahrern und so ging es Richtung Ungarn. In einem Wahnsinnstempo ging es von Klingenbach Richtung Sopron. Mit bis zu 60 mh/h wurde im Feld gefahren, möglich war dies aber nur durch die perfekte Straßenabsperrung und die Trossbegleitung durch die Motorräder. Ab der Grenze zu Österreich Gegenwind mit bis zu 45km/h. Das Feld drohte zu zerreissen und und immer wieder wurden Löcher zugefahren. Bis Neusiedl Kampf gegen den Wind - Schwerarbeit. In der dritten Gruppe war ich unterwegs - wurde mir zugerufen. In Neusiedl dann meine entscheidende taktische Meisterleistung. Vorbei an der Labestation und eine große Gruppe vor Augen attackierte ich ich und fuhr allein dem Feld davon. Leichte Steigungen und Ortsdurchfahrten, gerade richtig, dachte ich mir. Beinahe 20 Kilometer allein um einen Anschluss zu finden. Als dann kurz vor Oggau (ca. 15km vor dem Ziel) hinter mir das Motorrad mit Blaulicht auftauchte, wusste ich, dass die Flucht zu Ende war. Einer der an mir vorbeifuhr, klopfte mir auf die Schulter und sagte zu mir "Dass diese Aktion allein schon gewagt ist". Aber der Versuch war es wert?!  Recht zufrieden erreichte ich nach 3h28min mit dieser Gruppe das Ziel. Als 6. in meiner Altersklasse gar nicht so schlecht und deshalb genehmigte ich mir in Anschluus Spaghetti und ein Bier und zum Ausklang mit meiner Frau noch eine Flasche Sämling. PS 15 min nach dem Zeileinlauf unserer Gruppe begann es zu schütten und der Vorplatz beim Festzelt stand 5cm unter Wasser. Grüße aus dem Burgenland Euer Günther M.

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