Jimmy und Doctore Tom nahmen die große Runde in Angriff. Der Veranstalter hat bei der großen Runde ein bisschen dicker aufgetragen, denn es sind nicht 3.820 Hm, sondern laut unseren Polaruhren (Tom u Jimmy) “nur“ ? ca. 3.360 Hm. Die Biker müssen sich nicht schon vorher für eine Distanz entscheiden. Beim Ischgl Ironbike konnte jeder während des Rennens wählen, welche Runde er fahren wollte. Das heißt, dass entweder nach der 1. Runde die Biker ins Ziel fahren konnten, oder beim 2. Aufstieg nach der Idalp entscheiden konnten, ob sie die Abzweigung für die große Runde bzw den noch kurzen Restanstieg zur Velillscharte und dann die Abfahrt ins Ziel für das Finish der mittleren Runde in Angriff nehmen. Die sensationelle Siegerzeit der großen Runde von Massimo DE BERTOLIS betrug 3:52:18. Zweiter wurde Alban LAKATA mit 3:52:47. Auf der großen Runde (Runde 3) gab es insgesamt 6 Labestationen. Alle Labestationen waren sehr gut organisiert und es gab ausreichende Verpflegung. Ich konnte keine auslassen ? und holte mir, unabhängig ob vorbeifahrend oder mit kurzem Stop, immer etwas an Verpflegung. Ich ging das Rennen, für mich ganz ungewohnt, ganz sanft an behielt das Tempo im ganzen Verlauf des Marathons im nicht allzu großen Belastungsbereich, da ich erst kürzlich meine 14 tägige Antibiotikumeinnahme beendet hatte. Ich hatte auch mein Training in dieser Phase zurückgestellt. Beim dritten und letzten Anstieg auf das Zeblasjoch fing es dann zu regnen an. Die Strecke wurde, aufgrund des dann sich bildenden Schlammes, schwerer bzw bei den sehr steilen Anstiegen fast gar nicht mehr befahrbar. Dementsprechend schauten wir dann auch schlammverschmutzt aus. Bei der letzten Abfahrt vom Palinkopf traf ich auch noch unseren Doctore Thomas. Er hatte leider großes Pech und schlitze sich den Tubeless-Hinterreifen am Beginn dieser o.e. Abfahrt auf. Bei Regen, schlammverschmutzem Bike und Fahrer, hatte Doctore Thomas eine Werkstatteinheit in ca 2700 Hm und regendurchnässter Natur sowie guter Laune ? (ich höre jetzt noch die Schreie ?) einlegen müssen. Der Schlitz im Tubeless Reifen konnte innenseitig nur provisorisch zwischen dem dann eingelegten Schlauch und Reifen mit einer leeren Powerbar Gelverpackung (guter Tipp wenn in der “Pampa“, wo sich nicht einmal Henne und Fuchs auf 2700 Hm gute Nacht sagen, nichts anderes zur Verfügung steht und der Fahrer nichts mitgenommen bzw vergessen hat) präpariert werden. Begründet dieser Panne konnte Dr. Tom dann nur noch wie ein Apotheker ? weiterfahren, sodass wir die weiteren Abfahrten in einem sehr moderaten langsamen Tempo gemeinsam fortsetzten. Die weiteren kurzen Anstiege, konnte Tom, zur Vermeidung eines Totalausfalles des provisorisch geflickten Schlitzes, nur schiebend bewerkstelligen. Die Gefahr des Bikedowntragens ? war sonst nur allzu gegenwärtig. Zieleinlauf Langstrecke: De Bertolis, Lakata, Huber Urs, Pallhuber, Medvedev, Nimpf, Bettin Mauro, Zahnd, Verbnjak, Binder, Schaufuß, Kraler Martin
Gerri: Unter 700 SportlerInnen starteten ich und Heidi Scharnreitner (nicht unter unserer Vereinsflagge), um 8:30 Uhr Richtung Galtür. 755 Hm später erfolgte die Rückfahrt nach Ischgl (Ziel der Kurzstrecke) und anschließend an den knapp 1000 Hm des folgenden 15-22% Asphaltanstieges nahmen Tom und Jimmy nach der Idalpe trotz des "unsicheren" Wetters die Langstrecke in Angriff (man konnte hier noch zwischen Lang- und Mittelstrecke wählen), wobei Heidi und ich hier auf die letzten 350 Höhenmeter Richtung Vellilscharte abzweigten. Heidi fuhr wieder sensationell und erreichte als zweitbeste Österreicherin den 7. Gesamtplatz im starken internationalen Starterfeld.
Zieleinlauf: Dicht, Koba, Kaltenhauser, Bucher, Schwing Katrin, Messgang (beste Österreicherin), Heidi Scharnreitner, Sussalek, Kastlunger, Kellermayr. Ab der Vellilscharte gings für die Mittelstreckler und Gerri nur mehr 1300 Hm bergab. Gleich zu Beginn des Trails fand sich ein Nagel in meinem neuen Tubeless-Hintereifen. Obwohl ich keinen Ersatzschlauch dabei hatte, dachte ich mir "kein Problem das hab ich gleich" und drückte den Pannenmilchspray in den Reifen. Nach 5 Minuten Fahrt wieder auf der Felge fahrend durfte ich noch 6 mal eine Pump-Pause einlegen bevor ich als gesamt 41. und 8. in meiner Klasse mit schweren Oberarmen das Ziel erreichte. Zieleinlauf: Novotny, Frech, Stauder Roland, Federspiel Daniel (bester Österreicher), Uhlig, Wijants, Schuchardt, Brentjens Bart (1. meiner Klasse), Kircher, Thaler