Das kann es doch nicht sein, dachte ich mir als ich am Samstagmorgen beim Fenster hinaussah. Auf den Bergen lag Schnee, es regnete leicht und war Sau-kalt. Unmotiviert schaltete ich den Computer ein, klickte auf die Italienwetterkarte und was sah ich in der Gardaseeregion . SONNE - Im selben Atemzug rief ich Franz (der Speck-Franz) an und teilte ihm die Wetterlage am Gardasee mit. Ich konnte nicht einmal ausreden, da sagte er schon, dass wir fahren. Nun ging es sehr schnell. Kinder, Frau und Bike ins Auto und so schnell wie möglich über den Brenner und dann zum Gardasee. Unterwegs trafen wir dann auf Franz. Das Internetwetter bestätigte sich. Je weiter man hinunter kam, um so sonniger und wärmer wurde es. Am Gardasee angekommen- blauer Himmel, keine Wolke und 19 Grad. Geschweige den Teufel im Kopf (Luis) wir hatten dieTeufel in die Oberschenkel! Rad raus aus dem Auto, rauf auf dem Sattel und wir fuhren schon in Richtung Malcesine. Ziel: Monte Baldo - aber nicht mit der Bahn! Traumkulisse auf den Gardasee. Einen Hacken hatte die Sache jedoch. Wir kamen kaum unter 20 % Steigung herunter. Kurzzeitige Spitze 36%. Nach 10 km (Malcesine) und 1425 Hm hatten wir das Ende der Straße erreicht. Der Blick war einfach traumhaft. Die Abfahrt war weniger traumhaft. Erst jetzt sah man die Steilheit. Am Fuße angekommen fuhren wir zurück nach Torbole. Dort hatten unsere Frauen schon ein nettes Hotel besorgt. Duschen, Essen, an der Promenade spazieren und ahh dann schlafen.
Sonntag Morgen - strahlend blau die Beine zuckten schon. Wir wollten es jetzt wissen. Altissimo stand auf dem Programm. 16 km und 1.648 Hm. Geschenke wurden keine gemacht. Es ging voll zur Sache. Die Teufel saßen ja in den Oberschenkel. Mittlere Scheibe und Wiegetritt, so lange es ging und immer wieder Tempoverschärfung. "Aufgeben tut man ja einen Brief! (Zitat)" Unzählige Germannen überholten wir auf ihren Fullys. Die schauten aber. Nach 1, 43 Std erreichte ich dann wiedereinmal das Ende der Straße. Franz kam etwas später. Wir ließen das gewaltige Panorama auf und wirken und anschließend fuhren wir wieder zurück ins Tal. In Riva gab es dann einen wohlverdienten Espresso.
Alles weitere können den Fotos entnommen werden."